Traumapädagogik

"Der gute Grund"

«Alles was die Menschen durch die eigens erlebte Biografie aufzeigen, macht Sinn»

Viele Verhaltensweisen scheinen unverständlich, teilweise ungewöhnlich für die Fachpersonen zu sein. Diese Verhaltensweisen zeigen die Reaktion auf eine erfolgte Traumatisierung und hat somit sehr wohl seine Berechtigung. Die Überlebensstrategie ist notwendig und wir zeigen im Prozess der Bearbeitung Respekt und Wertschätzung.

Grundsatz Traumapädagogik

Traumapädagogik umfasst eine pädagogische Haltung und eine pädagogische Methodenvielfalt, die auf dem Verständnis der Psychotraumatologie beruhen. Sozialraumorientierung und Traumapädagogik werden durch die jeweilige andere Ausrichtung gestärkt, bzw. sie ergänzen sich. Während die Sozialraumorientierung den konzeptionellen Rahmen für die ressourcenorientierte Aktivierung, Förderung, Vernetzung und Nutzung des Systems rund um das Kind bietet, trägt die Traumapädagogik die methodische Kompetenz auf der Ebene der Beziehungs-, Erziehungs- und Elternarbeit bei.

Gerade mit belasteten Kindern trägt die Traumapädagogik dazu bei, dass die Kinder lernen, sich in ihrem System konstruktiv zu bewegen und dieses als Ressource zu erleben. Kinder, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte noch nicht «wollen» können, werden durch die basale traumapädagogische Beziehungsarbeit befähigt, konstruktive Schritte zur Selbstwirksamkeit und gesellschaftlichen Teilnahme zu gehen.